Mentoring Alice 5.0

Es ist ja nicht etwa so, dass die Blinkenbande hier über zu viel Tages- oder Wochenendfreizeit verfügen und sich zigarettendrehend däumchendrehend nach zusätzlicher Arbeit sehnen würde. Trotzdem: Es gibt Angebote, die kann man einfach nicht ablehnen™.

Als neulich die Redaktion des Kleinen Fernsehspiels anfragte, ob ich die Patenschaft Mentorenschaft für ein Projekt übernehmen würde, das im Rahmen der Auschreibung Bodybits realisiert werden soll, habe ich nur fünf Sekunden 30 Minuten einen halben Tag ganzganz kurze Zeit gezögert und dann natürlich direktemang zugesagt.

[Bodybits - Trailer]


Am letzten Wochenende wurden im Berliner Haus der Kulturen der Welt schließlich die Gewinner bekanntgegeben. Es gab Blumen, Bier und Blaubeerkuchen und alle nannten sich beim Vornamen.


Meinereiner hat das große Vergnügen, im nächsten Jahr die Produktion des Films "Alice 5.0" beratend zu begleiten.

[Alice 5.0 - Trailer]

Patrick Doberenz und Philip Enders haben sich eine wunderhübsche Geschichte ausgedacht, die dokumentarisch innerhalb eines fiktionalen Rahmens frech mit Identität, Privatheit und ihrem allverdatungsbedingten definitorischen Wandel jongliert. Ich zitiere faulheitsbedingt einfach mal die Jury:

"prometheus.2011 rennt durch den Wald, getrieben und panisch. Seine digitale Identität ist infiziert durch das Virus Alice 5.0 - welche Auswirkungen das auf seine analoge Identität hat, ist noch unbekannt. Patrick Doberenz und Philipp Enders präsentieren in ihrem Projekt die dokumentarische Recherche über die tragischen Ereignisse rund um prometheus.2011.

Dabei kommen verschiedene Vertreter der digitalen Welt zu Wort. Durch ihre Aussagen tauchen wir ein in das System von Datenkontrolle und Informationssicherheit. Uns gefällt die besondere Herangehensweise der beiden Autoren, ihr Spiel mit dokumentarischen Interviews und fiktionalen Genre-Elementen. "Alice 5.0" erzählt eine scheinbare Dystopie, die in einer möglicherweise gar nicht so fernen Zukunft spielt."

Ich freue mich jedenfalls nachgerade rhinozerosal auf die Zusammenarbeit mit den beiden und mit Katharina Dufner.

Es wird wohl bald auch eine Art Produktionsblog geben, um darin die hoffentlich flott fortschreitenden Fortschritte zu dokumentieren. Darauf verlinke ich dann zu gegebener Zeit. Ende der Durchsage.

Mario Sixtus, 15. Dezember 2009, 13:43,
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Kommentare

  1. Herzlichen Glückwunsch. Ich kann die unbändige Freude bis in jede Faser meines eigenen Körpers hinein mitfühlen. Darüber, dass die eigene Kompetenz mal auf ganz andere Weise abgerufen wird und gefragt ist.

    Die Redaktion vom Kleinen Fernsehspiel war clever – sie hat sich einfach einen der besten ausgewählt… Ich wünsche dir viel Freude – und vor allem Wirkung.

    Christiane Windhausen · 15 Dezember 2009, 17:36 · #

 
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