Besuch beim Botschafter


US-Botschafter Philip D. Murphy im Gespräch mit dem Elektrischen Reporter

Wir wollten vom US-Botschafter wissen, wie sich das Netz auf die Diplomatie auswirkt - der Fall Wikileaks lag dabei quasi unausgesprochen in der Luft. Das Thema sollte aber nicht noch mal aufgerollt werden, so war die Verabredung - schließlich war einiges bereits dazu gesagt worden.

Am Ende war es der Botschafter selbst, der das Thema gleich zu Beginn unseres Interviews dann doch wieder auf die Tagesordnung setzte: "Wir setzen auf Transparenz," sagte Murphy. Und eine unglaubliche Ironie sei es doch, dass gerade der Fall Wikileaks die größte Herausforderung in Sachen Kommunikation war, wo es doch bei Wikileaks auch um Transparenz gehe.

Wikileaks habe aber nicht zu noch mehr Transparenz geführt, sondern dazu, dass er nun seine Anliegen an eine größe Zahl von Menschen kommuniziere - insbesondere im Internet.

Murphy und seine Leute sind im Netz äußerst aktiv und beobachten, was dort geredet wird und reden mit. Eine Erkenntnis dabei: "Man muss mit den (jungen) Menschen nach ihren Regeln reden und nicht nach unseren", sagte Murphy.

Mehr vom US-Botschafter und zum Thema "Diplomatie in digitalen Zeiten" am 13.06. beim Elektrischen Reporter.

.

julius, 23. Mai 2012, 20:31,
---

Kommentare

 
---