Ab jetzt wird scharf geschossen

Sieht gefährlich aus und macht irre Bilder: unsere neue Canon EOS 5D Mark II mit EF 50mm 1:1,4 Objektiv nebst Zacuto DSLR Tactical Shooter und Zacuto Z-Finder.

Das Gerät befindet sich derzeit bei uns im Testbetrieb und wird sicher bald von sich sehen lassen! Welche erstaunlichen Möglichkeiten diese Kamera im Bereich Video eröffnet, kann man sich in der Zwischenzeit z.B. hier anschauen.






Julius Endert, 10. März 2010, 17:45, Kommentare [1]
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Interview mit dctp.tv

Die Kollegen von Alexander Kluges TV-Brutzelbude dctp.tv haben über 41 Minuten lang versucht, aus mir einen vernünftigen Satz heraus zu wringen. Wer ihnen in Echtzeit dabei zusehen will, kann das direkt hier und jetzt tun. (Und: Ja, es war heiß in diesem Studio-Dings.)



Mario Sixtus, 13. Januar 2010, 14:22, Kommentare [6]
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Wir waren "Lost in Deutschland"

Anderthalb Jahre lang und 72 Mal hat Brian Melican sich in seiner kleinen Videoreihe, die wir für DerWesten produziert haben, über die Eigenarten dieser eigenartigen Teutonen gewundert. Schön war's, und wenn der Volksmund Recht hat, soll man dann ja bekanntlich aufhören. Das haben wir getan. Hier die ultivativ allerletzte Folge:



Mario Sixtus, 31. Dezember 2009, 20:05, Kommentare
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Titelhelden: Die Zwei von der Netzstelle



3sat Magazin 01 / 2010

Update: Ich habe mir erlaubt, den Inhalt des Artikels aus seinem hölzernen Gefängnis zu befreien und der gebührenzahlenden Allgemeinheit zur Verfügung zu stellen (zum Vergrößern klicken):







Mario Sixtus, 16. Dezember 2009, 13:22, Kommentare
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Mentoring Alice 5.0

Es ist ja nicht etwa so, dass die Blinkenbande hier über zu viel Tages- oder Wochenendfreizeit verfügen und sich zigarettendrehend däumchendrehend nach zusätzlicher Arbeit sehnen würde. Trotzdem: Es gibt Angebote, die kann man einfach nicht ablehnen™.

Als neulich die Redaktion des Kleinen Fernsehspiels anfragte, ob ich die Patenschaft Mentorenschaft für ein Projekt übernehmen würde, das im Rahmen der Auschreibung Bodybits realisiert werden soll, habe ich nur fünf Sekunden 30 Minuten einen halben Tag ganzganz kurze Zeit gezögert und dann natürlich direktemang zugesagt.

[Bodybits - Trailer]


Am letzten Wochenende wurden im Berliner Haus der Kulturen der Welt schließlich die Gewinner bekanntgegeben. Es gab Blumen, Bier und Blaubeerkuchen und alle nannten sich beim Vornamen.


Meinereiner hat das große Vergnügen, im nächsten Jahr die Produktion des Films "Alice 5.0" beratend zu begleiten.

[Alice 5.0 - Trailer]

Patrick Doberenz und Philip Enders haben sich eine wunderhübsche Geschichte ausgedacht, die dokumentarisch innerhalb eines fiktionalen Rahmens frech mit Identität, Privatheit und ihrem allverdatungsbedingten definitorischen Wandel jongliert. Ich zitiere faulheitsbedingt einfach mal die Jury:

"prometheus.2011 rennt durch den Wald, getrieben und panisch. Seine digitale Identität ist infiziert durch das Virus Alice 5.0 - welche Auswirkungen das auf seine analoge Identität hat, ist noch unbekannt. Patrick Doberenz und Philipp Enders präsentieren in ihrem Projekt die dokumentarische Recherche über die tragischen Ereignisse rund um prometheus.2011.

Dabei kommen verschiedene Vertreter der digitalen Welt zu Wort. Durch ihre Aussagen tauchen wir ein in das System von Datenkontrolle und Informationssicherheit. Uns gefällt die besondere Herangehensweise der beiden Autoren, ihr Spiel mit dokumentarischen Interviews und fiktionalen Genre-Elementen. "Alice 5.0" erzählt eine scheinbare Dystopie, die in einer möglicherweise gar nicht so fernen Zukunft spielt."

Ich freue mich jedenfalls nachgerade rhinozerosal auf die Zusammenarbeit mit den beiden und mit Katharina Dufner.

Es wird wohl bald auch eine Art Produktionsblog geben, um darin die hoffentlich flott fortschreitenden Fortschritte zu dokumentieren. Darauf verlinke ich dann zu gegebener Zeit. Ende der Durchsage.

Mario Sixtus, 15. Dezember 2009, 13:43, Kommentare [1]
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Programmhinweis: DOK-Blog



Ab sofort und die ganze Woche lang sind unsere Freunde Torsten Dewi (Blog|Twitter) am Mikrophon sowie Andi Simon (kein Blog|kein Twitter) an Kamera und Schnitt-Notebook im schönen Leipzig unterwegs, um für den MDR in einem so genannten Videotagebuch über das Dokumentarfilmfestival DOK zu berichten. Um tägliche Anschauungen wird gebeten.

Das erste DOK Leipzig, Anno 1960, stand übrigens unter dem wunderhübschen Motto “Der Film im Dienst des technischen, wissenschaftlichen und kulturellen Fortschritts – Für Frieden und Wohlstand der Völker”. Das war noch Poesie!

Update: Das ganze sieht dann ungefähr so aus (Tag 3):



Mario Sixtus, 27. Oktober 2009, 15:02, Kommentare
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Unser Nazi-Zwerg ist da!



Nazi-Zwerge kann man ja bekanntlich nie genug im Haus haben. Daher haben wir jetzt auch einen im Büro. Man weiß ja nie.

Hintergrund (AP-Video) | Bestellen

Mario Sixtus, 19. Oktober 2009, 15:16, Kommentare
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Wir sind jetzt eine Filmproduktion!



Video kann ja heutzutage jeder. Da unsere kleine Blinkenfirma sich jedoch standhaft weigert, eine Bewegtbildproduktion wie jede andere zu sein, hat sie nun kurzerhand aufgerüstet und ist stolze Besitzerin einer Bolex H-16 aus dem Jahre 1954.

Der hochmoderne Objektivrevolver verrät: Hier herrscht an Brennweiten kein Mangel, 16, 25 und 75mm eröffnen dem Filmfreund ungeahnte Bildgestaltungsmöglichkeiten. What the Funk is a Zoom?

Auf der Höhe der Zeit ist auch die Umweltverträglichkeit des kleinen Schnurrers: kein Akku, keine Batterie, genau genommen überhaupt keine Elektrik - geschweige denn Elektronik. Der innovative und zuverlässige Federmotor zieht den Film vielmehr mit gespeicherter Muskelkraft hinter den Linsen durch. "Akku war leer" kann also ab sofort aus dem Ausredenreservoir entsorgt werden. (Na gut, "Film war alle" ist ein recht tauglicher Ersatz.)



Wer nun allerdings glaubt, die Anschaffung dieses mechanischen Präzisionswunders ist lediglich meiner bekannten Schwäche für exotische Kameras geschuldet, liegt nicht nur schief, sondern ist ebenso gewickelt: Wir planen, das gute Stück tatsächlich im Produktivbetrieb einzusetzen. Natürlich nicht immerzu und permanent, schließlich kosten 2:46 Minuten Rohmaterial in etwa so viel wie ein Billigflug nach Malle (und für Entwicklung und Digitalisierung wären noch einige Inselrundreisen drin), die einen oder anderen, gelegentlich seltenen Spezialschüsse werden wir aber künftig nichtsdetoweniger auf Film filmen. Des Looks wegen. Und weil Video schließlich jeder kann.

Mario Sixtus, 3. Oktober 2009, 20:53, Kommentare
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Internet-Manifest

Wie Journalismus heute funktioniert. 17 Behauptungen.

1. Das Internet ist anders.

Es schafft andere Öffentlichkeiten, andere Austauschverhältnisse und andere Kulturtechniken. Die Medien müssen ihre Arbeitsweise der technologischen Realität anpassen, statt sie zu ignorieren oder zu bekämpfen. Sie haben die Pflicht, auf Basis der zur Verfügung stehenden Technik den bestmöglichen Journalismus zu entwickeln - das schließt neue journalistische Produkte und Methoden mit ein.

2. Das Internet ist ein Medienimperium in der Jackentasche.

Das Web ordnet das bestehende Mediensystem neu: Es überwindet dessen bisherige Begrenzungen und Oligopole. Veröffentlichung und Verbreitung medialer Inhalte sind nicht mehr mit hohen Investitionen verbunden. Das Selbstverständnis des Journalismus wird seiner Schlüssellochfunktion beraubt - zum Glück. Es bleibt nur die journalistische Qualität, die Journalismus von bloßer Veröffentlichung unterscheidet.

3. Das Internet ist die Gesellschaft ist das Internet.

Für die Mehrheit der Menschen in der westlichen Welt gehören Angebote wie Social Networks, Wikipedia oder Youtube zum Alltag. Sie sind so selbstverständlich wie Telefon oder Fernsehen. Wenn Medienhäuser weiter existieren wollen, müssen sie die Lebenswelt der Nutzer verstehen und sich ihrer Kommunikationsformen annehmen. Dazu gehören die sozialen Grundfunktionen der Kommunikation: Zuhören und Reagieren, auch bekannt als Dialog.

4. Die Freiheit des Internet ist unantastbar.

Die offene Architektur des Internet bildet das informationstechnische Grundgesetz einer digital kommunizierenden Gesellschaft und damit des Journalismus. Sie darf nicht zum Schutz der wirtschaftlichen oder politischen Einzelinteressen verändert werden, die sich oft hinter vermeintlichen Allgemeininteressen verbergen. Internet-Zugangssperren gleich welcher Form gefährden den freien Austausch von Informationen und beschädigen das grundlegende Recht auf selbstbestimmte Informiertheit.

5. Das Internet ist der Sieg der Information.

Bisher ordneten, erzwungen durch die unzulängliche Technologie, Institutionen wie Medienhäuser, Forschungsstellen oder öffentliche Einrichtungen die Informationen der Welt. Nun richtet sich jeder Bürger seine individuellen Nachrichtenfilter ein, während Suchmaschinen Informationsmengen in nie gekanntem Umfang erschließen. Der einzelne Mensch kann sich so gut informieren wie nie zuvor.

6. Das Internet verändert verbessert den Journalismus.

Durch das Internet kann der Journalismus seine gesellschaftsbildenden Aufgaben auf neue Weise wahrnehmen. Dazu gehört die Darstellung der Information als sich ständig verändernder fortlaufender Prozess; der Verlust der Unveränderlichkeit des Gedruckten ist ein Gewinn. Wer in dieser neuen Informationswelt bestehen will, braucht neuen Idealismus, neue journalistische Ideen und Freude am Ausschöpfen der neuen Möglichkeiten.

7. Das Netz verlangt Vernetzung.

Links sind Verbindungen. Wir kennen uns durch Links. Wer sie nicht nutzt, schließt sich aus dem gesellschaftlichen Diskurs aus. Das gilt auch für die Online-Auftritte klassischer Medienhäuser.

8. Links lohnen, Zitate zieren.

Suchmaschinen und Aggregatoren fördern den Qualitätsjournalismus: Sie erhöhen langfristig die Auffindbarkeit von herausragenden Inhalten und sind so integraler Teil der neuen, vernetzten Öffentlichkeit. Referenzen durch Verlinkungen und Zitate – auch und gerade ohne Absprache oder gar Entlohnung des Urhebers – ermöglichen überhaupt erst die Kultur des vernetzten Gesellschaftsdiskurses und sind unbedingt schützenswert.

9. Das Internet ist der neue Ort für den politischen Diskurs.

Demokratie lebt von Beteiligung und Informationsfreiheit. Die Überführung der politischen Diskussion von den traditionellen Medien ins Internet und die Erweiterung dieser Diskussion um die aktive Beteiligung der Öffentlichkeit ist eine neue Aufgabe des Journalismus.

10. Die neue Pressefreiheit heißt Meinungsfreiheit.

Artikel 5 des Grundgesetzes konstituiert kein Schutzrecht für Berufsstände oder technisch tradierte Geschäftsmodelle. Das Internet hebt die technologischen Grenzen zwischen Amateur und Profi auf. Deshalb muss das Privileg der Pressefreiheit für jeden gelten, der zur Erfüllung der journalistischen Aufgaben beitragen kann. Qualitativ zu unterscheiden ist nicht zwischen bezahltem und unbezahltem, sondern zwischen gutem und schlechtem Journalismus.

11. Mehr ist mehr – es gibt kein Zuviel an Information.

Es waren einst Institutionen wie die Kirche, die der Macht den Vorrang vor individueller Informiertheit gaben und bei der Erfindung des Buchdrucks vor einer Flut unüberprüfter Information warnten. Auf der anderen Seite standen Pamphletisten, Enzyklopädisten und Journalisten, die bewiesen, dass mehr Informationen zu mehr Freiheit führen - sowohl für den Einzelnen wie auch für die Gesellschaft. Daran hat sich bis heute nichts geändert.

12. Tradition ist kein Geschäftsmodell.

Mit journalistischen Inhalten lässt sich im Internet Geld verdienen. Dafür gibt es bereits heute viele Beispiele. Das wettbewerbsintensive Internet erfordert aber die Anpassung der Geschäftsmodelle an die Strukturen des Netzes. Niemand sollte versuchen, sich dieser notwendigen Anpassung durch eine Politik des Bestandsschutzes zu entziehen. Journalismus braucht einen offenen Wettstreit um die besten Lösungen der Refinanzierung im Netz und den Mut, in ihre vielfältige Umsetzung zu investieren

13. Im Internet wird das Urheberrecht zur Bürgerpflicht.

Das Urheberrecht ist ein zentraler Eckpfeiler der Informationsordnung im Internet. Das Recht der Urheber, über Art und Umfang der Verbreitung ihrer Inhalte zu entscheiden, gilt auch im Netz. Dabei darf das Urheberrecht aber nicht als Hebel missbraucht werden, überholte Distributionsmechanismen abzusichern und sich neuen Vertriebs- und Lizenzmodellen zu verschließen. Eigentum verpflichtet.

14. Das Internet kennt viele Währungen.

Werbefinanzierte journalistische Online-Angebote tauschen Inhalte gegen Aufmerksamkeit für Werbebotschaften. Die Zeit eines Lesers, Zuschauers oder Zuhörers hat einen Wert. Dieser Zusammenhang gehört seit jeher zu den grundlegenden Finanzierungsprinzipien für Journalismus. Andere journalistisch vertretbare Formen der Refinanzierung wollen entdeckt und erprobt werden.

15. Was im Netz ist, bleibt im Netz.

Das Internet hebt den Journalismus auf eine qualitativ neue Ebene. Online müssen Texte, Töne und Bilder nicht mehr flüchtig sein. Sie bleiben abrufbar und werden so zu einem Archiv der Zeitgeschichte. Journalismus muss die Entwicklungen der Information, ihrer Interpretation und den Irrtum mitberücksichtigen, also Fehler zugeben und transparent korrigieren.

16. Qualität bleibt die wichtigste Qualität.

Das Internet entlarvt gleichförmige Massenware. Ein Publikum gewinnt auf Dauer nur, wer herausragend, glaubwürdig und besonders ist. Die Ansprüche der Nutzer sind gestiegen. Der Journalismus muss sie erfüllen und seinen oft formulierten Grundsätzen treu bleiben.

17. Alle für alle.

Das Web stellt eine den Massenmedien des 20. Jahrhunderts überlegene Infrastruktur für den gesellschaftlichen Austausch dar: Die "Generation Wikipedia" weiß im Zweifel die Glaubwürdigkeit einer Quelle abzuschätzen, Nachrichten bis zu ihrem Ursprung zu verfolgen und zu recherchieren, zu überprüfen und zu gewichten – für sich oder in der Gruppe. Journalisten mit Standesdünkel und ohne den Willen, diese Fähigkeiten zu respektieren, werden von diesen Nutzern nicht ernst genommen. Zu Recht. Das Internet macht es möglich, direkt mit den Menschen zu kommunizieren, die man einst Leser, Zuhörer oder Zuschauer nannte - und ihr Wissen zu nutzen. Nicht der besserwissende, sondern der kommunizierende und hinterfragende Journalist ist gefragt.

Internet, 07.09.2009

Markus Beckedahl
Mercedes Bunz
Julius Endert
Johnny Haeusler
Thomas Knüwer
Sascha Lobo
Robin Meyer-Lucht
Wolfgang Michal
Stefan Niggemeier
Kathrin Passig
Janko Röttgers
Peter Schink
Mario Sixtus
Peter Stawowy
Fiete Stegers

2009 CC-BY

Internet-Manifest

Wer dabei helfen möchte, den Text weiterzuentwickeln, kann das gerne hier tun.

Mario Sixtus, 7. September 2009, 12:22, Kommentare [6]
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Da sind wir wieder!



Die Sommerpause is vorbei und der Elektrische Reporter geht ab dem vierten September wieder mit zwölf nagelneuen Sendungen auf Sendung. Allesamt erhältlich hier, hier, hier und zu bestimmten Zeiten auch in diesem Glotzdings, das Sie vielleicht noch von Ihren Eltern oder Großeltern kennen.

Wir freuen uns auf Sie! 8-)

Mario Sixtus, 28. August 2009, 19:34, Kommentare
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